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N°3 Vox POP - 2026
Ferien-Spezial – 1/2

Veröffentlicht am 13. August 2026 in Le Courrier Lavaux-Oron-Jorat und an 26’000 Abonnierte verteilt

N°3 Vox POP
Während der Schulferien wechselt die Vox-POP-Redaktion die Kulisse. Die Jugendlichen sind verstreut, teilweise mehrere hundert Kilometer voneinander entfernt – doch die Zeitung geht weiter.

Zum ersten Mal produzieren sie zwei Ausgaben aus der Ferne, von ihren verschiedenen Ferienorten aus. Reisen, Begegnungen, Entdeckungen und gemeinsam erlebte Momente werden dabei zu journalistischem Material. Zwei Ausgaben, zwei Etappen desselben Sommerabenteuers.

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Célia — Ein erstes Editorial, das seine Leser sofort erreicht

Für ihr allererstes Editorial stellt sich Célia einer anspruchsvollen Aufgabe: die Zeitung zu eröffnen, als Chefredaktorin das Wort zu ergreifen und die Leserinnen und Leser mitzunehmen.

Mit Voyage Voyage wählt sie ein Lied, das fast alle kennen. Wenige Worte genügen, und schon setzt sich die Melodie im Kopf fest – bevor der Text uns an einen ganz anderen Ort führt.

Denn Reisen bedeutet bald nicht mehr nur, sich von einem Ort zum anderen zu bewegen. Es geht um gemeinsam verbrachte Zeit, Wiedersehen, Entdeckungen und Erinnerungen, die man miteinander schafft.

Bei Célia findet die Reise schliesslich ebenso im Kopf wie im Raum statt … und dies mit Voyage Voyage im Ohr.

Alix — Entdecken … und warten können

Mit Dolce Vita nimmt uns Alix vom Tessin bis nach Italien mit.

Carbonara und köstliches Eis … Doch davor liegen Tessiner Dörfer, die teilweise nur zu Fuss oder mit der Seilbahn erreichbar sind, Landschaften, Umwege und unerwartete Entdeckungen. Alix führt uns in eine Welt voller Überraschungen und einfacher Freuden – jene kleinen Erlebnisse, die im Rückblick zu den Erinnerungen werden, die einer Reise ihre besondere Tiefe verleihen.

Ihr Favorit – das Festival des jeux de La Tour-de-Peilz

Alix zeigt aber auch einen anderen starken journalistischen Reflex. Ihr Interview über das Festival des jeux de La Tour-de-Peilz war bereits vor den Ferien fertig.

Anstatt es sofort zu veröffentlichen, entschied sie sich, es «im Kühlschrank» zu lassen und auf den Moment zu warten, in dem die Veranstaltung wieder aktuell werden würde.

Vorbereiten, vorausdenken und dann warten können: Operation gelungen – und exklusiv für Vox POP.

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Alix’ Herzensprojekt

Die Geheimnisse des Spiele Festivals in La-Tour-de-Peilz

Alix stellt das Spielefestival von La Tour-de-Peilz vor und führt zunächst ins Thema ein, bevor sie einem bereits mehrere Monate zuvor geführten Interview mit David Labouré, Mitglied des Festivalkomitees, Platz macht.

Das Interview ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Alix und Célia. Alix bereitete es im Juni vor und zeichnete es in Form von Fragen und Antworten auf. Anschliessend teilte sie das Interview mit Célia. Gemeinsam arbeiteten sie an der redaktionellen Fassung.

Ein exklusives Interview, im Juni vorbereitet, bis zum richtigen Zeitpunkt aufbewahrt und vor dem Festival veröffentlicht: ein schönes Beispiel für redaktionelle Vorausplanung und Teamgeist.

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Mathieu — Den Sommer zeichnen und von Freiheit erzählen

Unser künstlerischer Leiter greift diesmal selbst zu seinen Farbstiften, um die visuelle Welt des Ferien-Spezials zu gestalten. Seine präzisen, warmen und detailreichen Zeichnungen verleihen der Ausgabe sofort ihre sommerliche Atmosphäre – eine visuelle Identität, die auch die nächste Ausgabe begleiten wird.

Doch Mathieu ist auch Journalist. Mit seinem Vater und seinem Bruder reist er im Camper von Brig nach Arosa, begegnet den Bären am Fuss des Weisshorns und fährt weiter nach Luzern ins Verkehrshaus der Schweiz.

Hinter all den Etappen und Entdeckungen erscheint vor allem eines: ein gemeinsam erlebter Moment der Freiheit – fahren, anhalten, weiterziehen, improvisieren und einfach die gemeinsame Zeit geniessen.

Und ist es am Ende nicht genau diese Freiheit, von der auch Célia in ihrem Editorial spricht?

Zosia — Die Erinnerung eines Ortes

Zosia nimmt uns mit nach Pornichet an der französischen Atlantikküste, unweit von Nantes, wohin ihre Familie seit fast hundert Jahren immer wieder zurückkehrt.

Anstatt diese Familientradition einfach nur zu erzählen, wählt sie einen überraschenden Blickwinkel: die „Plage des Libraires“ und die Geschichte jener Pariser Buchhändler und Verleger, die den Ort einst mitprägten.

Diese kollektive Erinnerung gibt ihrer eigenen Geschichte einen beinahe poetischen Rahmen. Von der Dampfeisenbahn bis zum TGV wechseln die Generationen, Pornichet verändert sich – und doch kehrt ihre Familie immer wieder zurück und schafft neue Erinnerungen.

Die grosse Geschichte des Ortes und die kleine Familiengeschichte antworten einander.

Dann führt Zosia ihre Erzählung zurück in die Gegenwart: mit ihrer Begegnung mit Grégoire, der in Pornichet mehr als zwanzig Jahre lang als Fischer gearbeitet hat. Auch er ist Zeuge der Veränderungen des Ortes – allerdings vom Meer aus.

Seine Stimme verbindet die erzählte Vergangenheit mit der erlebten Gegenwart.

So wird aus einer Reisegeschichte eine Geschichte über Erinnerung, Weitergabe und Veränderung.

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Denkanstoss

«Der Oktopus hat acht Tentakel, also neun Gehirne.»

Nach den Erinnerungen an den Ort und an ihre Familie gibt Esther einem Mann das Wort, der diese Umgebung täglich und über einen langen Zeitraum hinweg beobachtet.

Das Interview mit Grégoire verleiht Zosias Reportage eine besondere Tiefe. Der Blick verändert sich: Pornichet ist nicht mehr nur ein Ort voller Erinnerungen, sondern auch ein lebendiger Lebensraum, der sich vor den Augen der Menschen verändert, die hier arbeiten.

Und was hat der Oktopus damit zu tun?
Hinter dieser kleinen humorvollen Anspielung spricht Grégoire ein viel ernsteres Thema an: die Ausbreitung des Oktopus an der Atlantikküste und die Veränderungen, die er in der Meeresfauna beobachtet.

Journalistisch ist diese Begegnung besonders wertvoll. Wenige Fragen genügen, um persönliche Erfahrungen, berufliche Erinnerungen und einen sehr konkreten Blick auf die Veränderungen in der Natur sichtbar zu machen.

 

Ein starkes Zeugnis, das viele Denkanstösse gibt – und ganz nebenbei einen Oktopus ins Spiel bringt, dem wir etwas später auf Jules’ Teller, in Portugal wiederbegegnen.

Poulpe
Analyse der journalistischen Produktionen

Über die einzelnen Themen hinaus beeindruckt diese Ausgabe vor allem durch die Organisation und Entschlossenheit der Redaktion.

Während der Ferien eine Zeitung zu produzieren, obwohl sich alle an unterschiedlichen Orten befinden, verlangt Autonomie, Koordination und den echten Willen, das Projekt bis zum Ende durchzuziehen.

Die Jugendlichen suchten weiterhin nach Themen, schrieben, fotografierten, führten Interviews, tauschten sich aus und hielten trotz der Distanz ihre Termine ein.

Diese Fähigkeit, auch unter ungewohnten Bedingungen den redaktionellen Anspruch aufrechtzuerhalten, gehört vielleicht zu den wichtigsten Erkenntnissen dieser Ausgabe.

Ein grosses Kompliment an die ganze Redaktion.

Und wie geht es weiter?

Zum Zeitpunkt dieser dritten Veröffentlichung ist die Ausgaben 4 bereits in Vorbereitung, mit dem Ziel, die Redaktion weiterhin im Leben der Region zu verankern und die Autonomie jeder Journalistin und jedes Journalisten noch weiter zu stärken.

Entdecken Sie Vox POP

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Vox POP N°1

21 Mai 2026

Schwingen, lokale Lebensmittelgeschäfte, Doppelporträts, das erste Kapitel eines Fortsetzungsromans und Porträts Journalistinnen und Journalisten.

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Vox POP N°2

18 Juni 2026

Animationsfilmfestival, Eishockey-Weltmeisterschaft, Alpaufzug in Bullet, Konzerte im Jorat und ein kleiner fotografischer Gruss von Mathieu.

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Vox POP N°3

13 August 2026

Ferien-Spezial.
Zum ersten Mal produzierten sie zwei Ausgaben aus der Ferne – von ihren verschiedenen Ferienorten in Italien, der Schweiz und Frankreich aus.

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Vox POP N°4

20 août 2026

Après la publication du premier volet, il fallait garder le rythme : poursuivre les articles, récupérer textes et images, relire, corriger et préparer une deuxième édition.

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Hinter den Kulissen

seit März 2026

Werfen Sie einen Blick in unseren Bienenstock. Hier weicht die Theorie der Praxis und Ausgabe für Ausgabe nimmt die Zeitung Gestalt an.

Die Zusammenarbeit mit Le Courrier Lavaux-Oron-Jorat

Vox POP erscheint einmal im Monat als Beilage im Le Courrier Lavaux-Oron-Jorat, der seit 76 Jahren die Zeitung des Bezirks ist.

Diese Zusammenarbeit verankert das Projekt in einer konkreten redaktionellen Realität: Die Jugendlichen wissen, dass sie gelesen werden. Das erzeugt — so Thomas Zoller — « eine zusätzliche positive Spannung ».

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