
Veröffentlicht am 18. Juni 2026 in der Zeitung Le Courrier Lavaux-Oron-Jorat
Einen Monat nach ihrer Entstehung überrascht das Team weiterhin. In der Redaktion, auf dem Terrain oder aus der Ferne: Jedes Redaktionsmitglied war mit vollem Einsatz dabei.
Eine Redaktion, die sich organisiert
Wie bereits bei der ersten Ausgabe ist jeder veröffentlichte Artikel das Ergebnis eines echten redaktionellen Prozesses: Themenwahl, Kontaktaufnahme, Interview, Schreiben, Fotografie, Korrekturlesen und Layout über MagTuner.
Diese zweite Ausgabe markiert einen weiteren Schritt: Die Redaktion braucht nicht mehr, dass man ihr erklärt, wie sie sich organisieren soll. Das Lernen ist organisch und integriert. Es ist — einmal mehr — bluffant!
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Akkreditierte Journalistinnen und Journalisten auf dem Terrain
Die Artikel über das Festival du Film d’Animation de Savigny und die Konzerte der Schulen des Jorat in der Kirche von Mézières wurden im Team und vor Ort realisiert. Die Redaktion organisierte ihre Termine mit den Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern selbst — und verschickte ihre eigenen Akkreditierungsanfragen.
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Konzert der Schulen des Jorat
Als einzige beim Konzert der Schulen des Jorat in der Kirche von Mézières anwesend, brachte Alix ihren Blick ein und half spontan mit, die Reportage von Donovan und unserem Fotografen Mathieu zu ergänzen, der bei der Generalprobe am Nachmittag dabei war. Ein weiterer Beweis für ihre Weitsicht und dafür, dass sie ihre Rolle als Chefredaktorin mit grosser Selbstverständlichkeit ausfüllt.
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Esthers "grosses" Interview
Zosia, die gerade ein Porträt über ein lokales Unternehmen fertiggestellt hatte, entschied sich, Esther ihren Platz für das Interview mit Marjolaine Perreten zu überlassen, das die Redaktion als besonders wichtige Aktualität betrachtete.
Eine reife redaktionelle Entscheidung, die gemeinsam im Interesse der Zeitung getroffen wurde.
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MagTuner in Donovans Händen
Über die Plattform MagTuner erstellte Donovan allein den Seitenplan der Ausgabe — jenes Planungsinstrument, mit dem die Organisation und der Umfang der Artikel vor dem Layout festgelegt werden. Es ist selten, einen jungen Mitarbeitenden dieses Werkzeug mit einem solchen Grad an Autonomie nutzen zu sehen und dabei echte redaktionelle Überlegungen einzubeziehen. Dieser Schritt zeigt, welche Reife die Redaktion innerhalb nur einer Ausgabe gewonnen hat.
Eine Redaktionssitzung geht auf Reisen

Célia, unsere Chefredaktorin und grosse Sportbegeisterte, war nach Zürich gereist, um die Spiele der Eishockey-Weltmeisterschaft zu besuchen. Die Redaktionskonferenz am Mittwoch wollte sie aber auf keinen Fall verpassen.
Alix und Zosia übernahmen die Leitung der Sitzung. Zur vereinbarten Zeit schaltete sich Célia per Videokonferenz aus dem Zug dazu. Bericht ihrer Stellvertreterinnen, gemeinsame Entscheidungen über die Inhalte, Bestätigung des Programms: Die Sitzung verlief, als befände sich das gesamte Team im selben Raum.
Die ausgewählte Themen
Das FFAS auf der Titelseite der Zeitung
Die Leserinnen und Leser entdecken unter anderem eine grosse Reportage über die 10. Ausgabe des Festival du Film d’Animation de Savigny, mit einer Immersion am Eröffnungsabend sowie einem Interview mit seiner Gründerin, der Schweizer Regisseurin Marjolaine Perreten. Der Artikel verbindet fotografische Reportage, historische Einordnung und ein ausführliches Gespräch.
Die beeindruckende Leistung des Schweizer Eishockeyteams
Die Zeitung enthält ausserdem einen Bericht über die Eishockey-Weltmeisterschaft 2026, die in der Schweiz stattfand und von Célia verfasst wurde, die vor Ort in Zürich dabei war. Im Mittelpunkt stehen der aussergewöhnliche Weg der Nationalmannschaft, ein historischer Hattrick und ein Finale, das nach Verlängerung mit 0:1 gegen Finnland verloren ging.
Regionale Verankerung
Auch die regionale Verankerung ist stark präsent: mit Jules’ Bericht über den Alpaufzug der Familie Aubert in Bullet, oberhalb des Neuenburgersees, sowie mit der Reportage von Alix und Donovan über die Konzerte des Chors und Orchesters der Schulen des Jorat in der Kirche von Mézières.
Esthers Kolumne
Esthers Kolumne, inzwischen eine erwartete Rubrik, greift die Debatte zwischen Büchern und Bildschirmen erneut auf. Ihrem Stil treu, stellt sich unsere Kolumnistin die Frage mit Leichtigkeit und lädt die Leserinnen und Leser ein, ihr in ihrer Reflexion zu folgen.
Le Miroir des heures longues (Der Spiegel der langen Stunden)
Jules setzt seinen Fortsetzungsroman fort. David, mit eiskaltem Rücken, sucht in dem verwüsteten Haus nach einem Ausweg. Die Telefonantenne ist ausser Betrieb. Hinter ihm ertönt ein kaltes Lachen …
Die Fortsetzung geht weiter — und die Leserinnen und Leser bleiben dran.

Noch ein Augenzwinkern von Mathieu
In dieser Ausgabe erscheint eine neue fotografische Rubrik von Mathieu, dem künstlerischen Leiter der Redaktion. Sein Blick, sein Thema, seine Entscheidungen: eine Carte blanche, die zugleich ein Privileg und eine Verantwortung darstellt.
Dafür nimmt er uns mit in die Weinberge von Cully. Sein Text über die Blüte der Reben überrascht durch seine Sensibilität und schenkt uns einen angenehmen Lesemoment. Aufgabe gelöst, Mathieu!
Und wie geht es weiter?
Zum Zeitpunkt dieser zweiten Veröffentlichung sind die Ausgaben 3 und 4 bereits in Vorbereitung, mit dem Ziel, die Redaktion weiterhin im Leben der Region zu verankern und die Autonomie jeder Journalistin und jedes Journalisten noch weiter zu stärken.

Analyse der journalistischen Produktionen
Diese Ausgabe zeigt eine Palette journalistischer Genres, die sich auf natürliche Weise erweitert
Grosse Reportage vor Ort, ausführliches Interview, Sportbericht in direkter Verbindung mit dem aktuellen Geschehen, leichte und persönliche Lebensgeschichte, Meinungskolumne, fotografische Rubrik — und ein literarischer Fortsetzungsroman, der die Leserinnen und Leser von Ausgabe zu Ausgabe bindet.
Ein Mix, der nicht vorgegeben wurde
Er entstand durch die Entscheidungen der einzelnen Journalistinnen und Journalisten, im Verlauf der Sitzungen, autonom und organisch.
Das eigene Thema wählen, über das Format entscheiden, in der Redaktionssitzung abwägen — diese Reflexe sind inzwischen verinnerlicht.
Die Redaktion produziert nicht mehr nur Artikel — sie entwickelt eine redaktionelle Identität.
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Die Zusammenarbeit mit Le Courrier Lavaux-Oron-Jorat
Vox POP erscheint einmal im Monat als Beilage im Le Courrier Lavaux-Oron-Jorat, der seit 76 Jahren die Zeitung des Bezirks ist.
Diese Zusammenarbeit verankert das Projekt in einer konkreten redaktionellen Realität: Die Jugendlichen wissen, dass sie gelesen werden. Das erzeugt — so Thomas Zoller — « eine zusätzliche positive Spannung ».
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